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Warning! Never buy shoes online!

von DasBertl

Neulich (vor etwa 3 Monaten) bestellte ich mir beim größten Online-Versandhandel (ja der mit dem A)  ein paar Schuhe. Das hatte ich bis dahin noch nie gemacht (bis dahin  allerdings 2x bei eBay) , aber der Preis war unschlagbar im Vergleich und man denkt sich nichts böses. Doch dann die böse Überraschung. Nein die Schuhe waren in Ordnung. Seit der Bestellung (in der Regel kaufe ich Schuhe nur dann, wenn die Alten langsam den Geist aufgeben) werde ich etwa wöchentlich mit Mails von eben jenen Versandhändler bombardiert, der mich über die neuesten Trends etc in Sachen (DAMEN!-)Schuhe "informiert". Davon mal abgesehen, dass ich nie Pömps gekauft habe, ich bin der Meinung Männern stehn die nicht so sonderlich, ausserdem sehen die schon unbequem aus, glaubt Amazon jetzt offensichtlich, ich sei ein Schuhfanatiker, der nichts in seinem Leben lieber hat als Schuhe. Falls das einer von Amazon liest: NEIN, ich habe genau 3 paar Schuhe und nicht vor, das in nächster Zeit zu ändern!  Ja, das ist das schöne mit der neuen bunten Internet-Werbewelt: Kauf einmal etwas und es wird geglaubt, du brauchst es jede Woche neu...

Erinnert irgendwie an Volker Pispers: "Der Statistiker sieht sie einen Teller Suppe essen und rechnet danach hoch, wie viel Suppe Sie in Ihrem restlichen Leben noch so essen werden. Dass sie, wenn er weggegangen ist, sagen 'bäh, Suppe, widerlich, das Zeug ess ich nie wieder' kriegt der Kerl doch gar nicht mit."

 

Liebe Werbetreibende in den Neuen Medien: Vielleicht solltet ihr nocheinmal über euer Konzept nachdenken. Ich denke derweil darüber nach, ob ich meine Schuhe demnächst nicht doch lieber wieder klassisch im Laden kaufen gehe. Denn, Werbung die ich nicht brauche, die nervt!

1 Kommentar 29.6.11 13:10, kommentieren

Angst töten Europa

Ein Kommentar von DasBertl

 Langsam zeigt sich, dass das europäische Projekt wohl zum Scheitern verurteilt ist. Nicht weil es eine schlechte Idee wäre, sondern weil den Europäern der Mut fehlt.

Die langsame Wiedereinführung von Grenzkontrollen (Dänemark ist nicht das einzige Land im Schengenraum, dass Grenzkontrollen wieder einführen will) ist nur ein weiterer Schritt in diese Richtung, angefangen hat es schon damit, dass die Länder sich auf keine echte EU-Demokratie einigen wollten, weil sie sich nicht getraut haben, Kompetenzen abzutreten. Und viele weitere harte Schläge gegen das eigene Projekt kamen aus vielen Richtungen.

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis das Konstrukt EU endgültig zusammenbricht. Schade eigentlich, denn die Chancen waren großartig. Doch Politikern wie Bürgern fehlt der Mut, die eigenen Träume wahr werden zu lassen...

 

Anm.d.Autors: Diesen Kommentar habe ich unter dem Namen DasBertl mit dem abweichenden Titel "Feigheit töten Europa" auch unter http://meta.tagesschau.de/id/48919/an-der-deutsch-daenischen-grenze-wird-wieder-kontrolliert hinterlassen. Da der dazugehörige Tagesschau.de -Artikel  der Anlass für diesen Text ist, verlinke ich diesen hier. Aufgrund der letzten Änderung des Rundfunkstaatsvertrages (die ich in einigen Punkten rundweg ablehne), wird der Artikel allerdings nur begrenzte Zeit auf Tagesschau.de verfügbar sein.

1 Kommentar 11.5.11 18:07, kommentieren

BILD & Co.: Ein Fall für den Verfassungsschutz?(!)

ein Kommentar von DasBertl

Bild & Co "berichten" gerne in extrem hetzerischer Weise von Straftaten, wie aktuell in dem Fall des Berliners, der einen anderen Berliner beinahe totgetreten haben soll.  Besonders gerne hetzen sie dann auch auf "viel zu lasche Richter" und dem "Wattebausch-Staat". Da Problem: Sie beziehen sich meist nicht auf die Hauptverhandlung, sondern auf das Untersuchungsgericht, dass lediglich feststellt, ob Flucht- oder Wiederholungsgefahr besteht. Im genannten Fall (wie in vielen öffentlichen Fällen auch) ist dies eben nicht der Fal. Der mutmaßliche Täter zeigt sich geständig, räuig und hat sich selbst gestellt.

Interessant wird dabei, dass BILD&Co die potentiellen Täter gleich und sofort ohne Verhandlung in den Knast (am liebsten würden sie wohl den Galgen fordern, aber so weit haben sie sich bisher nicht vorgewagt) zu schicken. Ob sie dabei allerdings nur "übersehen", dass wir in einem Rechtsstaat leben, dass darf inzwischen bezweifelt werden. So häufig, wie BILD&Co Verfassungsbrüche fordern (und selbst das Recht kräftig beugen, vor allem das Urheberrecht bei fotografischem Material oder das Recht am eigenen Bild, also nicht etwa das Recht das sich Bild herausnimmt, das ihm nur nicht zusteht), müssten sie eigentlich längst ein Fall für den Verfassungsschutz sein. Denn deutlicher als diese Blätter, kann man seine Abneigung gegen die bestehende Verfassung bzw. das Grundgesetz nicht darstellen.

Offenbar muss die BILD-Redaktion (und ihre Boulevardkollegen) nicht mehr bei Taliban und Co nach Verfassungsfeinden forschen, es reicht offenbar, einmal das eigene Personal in eine Liste zu stecken. Aber das ist natürlich nur eine Mutmaßung, Urteile sprechen nur Richter und Vorurteile Bild&Co, wie man übrigens immer wieder gut bei www.bildblog.de nachlesen kann.

 

1 Kommentar 30.4.11 22:57, kommentieren

Die iRezeptur für leicht verdientes Geld

eine "Geschichte" von DasBertl

Man nehme:

Einen leicht zu merkenden Namen. Am besten etwas aus dem Alltag. Wie wäre es mit Obst?

Such Dir eine kostenlose Software, die du nach belieben verändern kannst und die du danach nicht selbst kostenlos anbieten musst. Gebe dazu völlig überteuerte und dazu noch veraltete Hardware, die dafür aber immer die gleiche ist, schreibe die Software in ein genau dafür angepasstes Betriebssystem um, verpasse dem Ganzen ein anderes als übliches Design und vermarkte es als Porsche unter den Computern. Soll Edel aussehen, hat den Preis von Luxus und wird als solcher vermarktet, behaupte, es sei sicherer als das führende Betriebssystem, wobei das Mehr an Sicherheit nur als Resultat der geringeren Verbreitung existiert und stelle jemanden auf, der das ganze wie ein Fernsehprediger den Herrn preist. Mische Dich dabei nicht mit dem gemeinen Herstellervolk, sei deine eigene Technikmesse.

Erreiche dadurch das Geld, einen schwachbrüstigen Mediaplayer in ein hübsches weißes Gehäuse zu packen, erinnere an den Namen der Computerproduktlinie, in dem man dem ganzen ein "i" davor setzt, wobei dieses Ursprünglich für Internet stand, was nun aber nichts mehr zur Sache tut, warte auf die Gewinne aus dem ganzen, baue mit diesen ein Mobiltelefon mit Technik, die zwar schon mal auf dem Markt war, sich aber dank schlechtem Marketing und langweiligem Äußeren nicht durchzusetzen vermochte, lasse es wieder vom Prediger preisen, setze wieder ein "i" davor und erlaube nur Software darauf, die in deinem eigenen (Online-)Laden verkauft wird, wofür du natürlich prozentual saftige Provisionen verlangst.

Lasse nur Peripherie zu, die einen von dir patentierten Anschluss benutzt, so dass du dafür Lizenzgebühren verlangen kannst, will jemand eigene Peripherie dafür bauen.

Das ganze kannst Du wiederholen, in dem du deinen Medienplayer mit deinem Mobiltelefon kreuzt, ihm der Telefonieoption beraubst und es auf die 5fache größe aufbläst und das ganze als technische Innovation verkaufst, wobei der ungeliebte Konkurrent ähnliches bereits 10 Jahre zuvor herausgebracht hat, dabei aber wieder nicht so klever beim Marketing war. Vergiss nicht es preisen zu lassen von deinem Prediger und um Jobs willen vergiss nicht das "i" vor den Namen zu setzen. Und selbstverständlich gibt es die Software wieder nur in deinem Laden. Selbstverständlich wieder mit saftiger Provision.

Nun gehe zurück an deinen Computer. Denn dessen Software dürfen noch andere Verkaufen. Ermögliche diesem Computer "auch" die Software aus deinem Laden zu benutzen. Warte 1-2 Jahre. Verbiete dann dem Betriebssystem die Software, die nicht aus deinem Laden stammt, zuzulassen.

Lass Dich nicht irritieren von Menschen, die dir deine eigene Fernsehwerbung von vor 27 Jahren vorspielen, z.B. einen Spot den Du in Erinnerung an George Orwell's "1984" gedreht hast und Deine eigene, aktuelle Geschäftspolitik ad absurdum führt. Drehe Fernsehspots in denen Du die Wirklichkeit umkehrst, in dem Du die Individualität der anderen als graue Uniform und deine eigene weiße bzw. schwarze Uniform als bunte Individualität preist. Mach Dich cool mit jungen, hippen und bekannten Gesichtern. Sorge Dich nicht um das Geld das Du da hineinsteckst. Es ist weniger, als Dein Gewinn in einer Woche.

Und bald, bald wirst Du herrschen auf dem Planeten der Technik. Auch wenn Deine Technik schlechter als vieles ist, was bereits lang auf dem Markt ist. Du weißt Deine Gläubigen hinter Dir, denn Du bist der Heiland aus dem iStromland.

(Diesen Text habe ich 1:1 auch  als Kommentator "DasBertl" im Spiegelforum hinterlassen zu folgendem Artikel: Apple-Wunder: 24 Cent Gewinn pro Dollar Umsatz )

1 Kommentar 21.4.11 23:22, kommentieren

Jeder ist sich selbst der Grünste...

Ein Kommentar von DasBertl

Im Oktober 2010 wurde beschlossen, die Laufzeiten der AKW(KKW) in Deutschland um 8-14 Jahre zu verlängern. Treibende Kraft in diesem "Herbst der Entscheidungen" (tatsächlich die einzige "bleibende" große Entscheidung aus diesem Herbst) war Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

Der Atomkonsens vom Juni 2000, den Rotgrün lange mit den Betreibern der AKW ausgehandelt und 2002 gesetzlich abgesichert hatte, wurde ohne Not von ihr und Ihrer schwarz-gelben Regierung aufgekündigt.  Ein riskantes Unterfangen, schließlich waren die Umfragemehrheiten leicht auf Seiten der Atomkraftgegner.  Ungewöhnlich eigentlich, da Merkel sonst jedwedes Risiko in politischer Hinsicht scheute und auch noch heute scheut und ihr Fähnchen in der Regel in den Wind dreht, wenn sich der für eine Richtung entschieden hat.

Wie riskant der Austieg aus dem Austieg war, das zeigte sich, man könnte es Gottes Zorn nennen, wäre man zynisch, am 11.März, pünktlich, knapp 2 Wochen vor den für die Koalition wichtigen Wahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Die Erde vor der Küste Japans bebte, wie sie es seit Jahrzehnten nicht mehr getan hatte, sorgte für einen Tsunami, wie es ihn Jahrhunderte nicht mehr gegeben hatte und neben Zehntausenden Toten kam es zur Dritten Katastrophe: Die Kühlung im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi versagte, was wiederum eine Kettenreaktion auslöste.

Reaktorblock 1 explodierte am darauffolgeden Tag. Es folgten Explosionen in den Blöcken 2, 3 und 4. Die größte Gefahr geht nach wie vor vom abgeschalteten Block 4 aus, da das ungeschützte Abklingbecken beschädigt wurde, und das Wasser vollständig verdampfte. Hierbei kam es zu einer Kernschmelze an offener Luft, was die Umgebung weiträumig verstrahlt.

Inzwischen geht Japan auch offiziell von einem GAU der INES-Stufe 7 aus, der höchsten Unfallstufe, bislang einzig von Tschernobyl erreicht. 

Mit dem GAU in Japan war der GAU für die Koalition perfekt. Eillig wurde eine "Moratorium" der Laufzeitverlängerung, nebst Sofortabschaltung der ältesten AKW veranlasst. Wenn auch ohne gesetzliche Grundlage. Ernste Absichten hatte Kanzlerin Merkel wirklich kaum jemand unterstellt, es klang zu sehr nach Wahlkampfmanöver.

Und als wäre das Szenario nicht schon Katastrophal genug für die Koalition, kam von irgendwo her noch Rainer Brüderle und verplapperte sich. Er gab an, es sei dem Wahlkampf geschuldet und die Entscheidungen derzeit nicht alle rational.

Dumm nur, dass dieses Statement nicht nurch die Wirtschaftsbosse zu hören bzw. zu lesen bekamen. Es ging an die Presse nach draussen. CSU-Mann Schnappauf musste daraufhin zurücktreten.

Und das Ende vom Lied? Die CDU verlor BW ausgerechnet an die Grünen,  in Rheinland-Pfalz flog die FDP aus dem Landtag und die Grünen verdreifachten ihr Ergebnis der letzten Wahl und katapultierten sich in spährische Höhen und nahmen an der Seite des dritten Wahlverlierers, Kurt Beck (SPD), Platz in einer Rot-Grünen Koalition, wo Beck zuvor noch allein regieren durfte.

Es könnten wirklich bessere Zeiten sein  für die Kanzlerin. Erst lässt Mappus seine "Truppen" auf die eigenen Wähler los, dann muss ihr Vorzeigeminister unrühmlich abziehen, dann kommt auch noch der GAU und schließlich fällt DAS Stammland der CDU an GrünRot. 

Und jetzt? Jetzt beeilt sich die Koalition grüner als alles, was die Grünen je waren zu erscheinen.  Sie drückt beim Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg dermaßen aufs Tempo, man könnte meinen, sie sei immer schon gegen Atomkraft gewesen und die letzten 20 Jahre in Turnschuhen und mit "Atomkraft - Nein Danke"-Button im Bundestag gesessen.

Tatsächlich ist das ganze natürlich der Machterhaltung geschuldet. Sie weiß, wenn sie das Moratorium jetzt nicht zum Kursumschwung nutzt, wird sie die kommenden Wahlen in diesem "Superwahljahr" wohl allesamt krachend verlieren. Gleichzeitig sorgt die Kanzlerin für 2013 vor. Denn so ließe sich als dritte Koalitionsoption neben SchwarzRot und SchwarzGelb (welche auf absehbare Zeit wohl nicht mehr möglich sein wird) auch SchwarzGrün möglich machen. Der größte Stressfaktor zwischen beiden Parteien wäre ausgeräumt, was noch an Gegensätzen übrig bleibt, scheint der Kanzlerin als Kinkerlitzchen im Vergleich.

Noch eine Rolle Rückwärts jedenfalls wird sie wohl kaum wagen. Denn dann wäre die nächste Bundestagswahl definitiv ihre Letzte, das weiß sie.

Und die FDP? Die macht das alles Zähneknirschend mit, denn würden sie nicht kuschen, Merkel könnte das ganze zur Vertrauensfrage machen.  Womöglich, um sie zu verlieren. Dann aber müsste die FDP um einen erneuten Einzug in den Bundestag bangen. Da riskiert sie lieber Ärger mit ihrer Klientel und versucht sich bis 2013 zumindest wieder über die 5%-Hürde zu hieven.

Die Grünen sind fein raus. Sie haben schon immer vor den Folgen eines GAU gewarnt. Nur eine, für sie durchaus positive, Folge haben sie dabei nicht mit vorrausgesehen: Die Befürworter haben den Boden unter den Füßen verloren...

1 Kommentar 15.4.11 19:20, kommentieren

Nur ein bisschen evil

ein Kommentar von DasBertl

Ja, ich muss meine Aufregung ein wenig relativieren. Ich habe es tatsächlich getan, nachdem ich mich ein paar Minuten zuvor noch im GoogleWatchblog aufgeregt habe. Aber was soll man machen? Das Konto sterben lassen? Ich habe es nicht übers Herz gebracht. Und was soll ich sagen?! Ich habe nichts dazu bekommen, was ich nicht haben wollte. Bei den Einstellungen zum Google-Konto kann man einsehen, welche Google-Produkte man bereits benutzt und kann weitere hinzufügen. Das habe ich natürlich gelassen, ich will ja, dass alles beim Alten bleibt. Und es bleibt bei lediglich Youtube. Da hat Google wirklich ziemlich dumm gehandelt, glaubt man ja zunächst, dazu genötigt zu werden, alle möglichen Daten herzugeben, damit Google daran schön verdienen kann. Womöglich verdient Google jetzt durch meine Anmeldung auch ein paar Cent mehr, ist ja schließlich ein neuer Account, den man der Anzeigenbuchern unter die Nase halten kann.

Aber für mich hat sich nicht wirklich etwas geändert, lediglich mein Passwort ist jetzt länger. Ich muss sagen, es ist ok. Ein bisschen evil finde ich die Aktion ja schon noch immer, ich lasse mich nicht gerne zu etwas zwingen. Aber alles in allem reicht das evil nicht mal für das evil einer Toilettensitzung von Steve Jobs...

1 Kommentar 9.3.11 21:50, kommentieren

Google: Be Evil

ein Kommentar von DasBertl

Seit heute benötigt man, um sich in seinen Youtube-Account einzuloggen, einen Google-Account. Google versucht also Youtube-Nutzer zu zwingen, sich einen Account für Google anzulegen, um sie gezielter mit Werbung zuzumüllen und ihre Daten leichter abgreifen zu können.

Wie war noch gleich Googles Motto? Don't be evil.

Tja, wie sich die Zeiten doch ändern...

1 Kommentar 8.3.11 14:31, kommentieren